Stille

Im Land der Stille verändert sich die Perspektive. Nähe und Ferne verschmelzen ineinander und bilden ein Konstrukt in dem neue ausufernde Inselreiche entstehen. Ich renne, fliege mir voraus. Kaum angekommen – gestrandet, bemerke ich dass ich keine Gemeinsamkeit mehr mit mir vorfinde. Von meinen worttemperierten Inseln möchte ich nicht mehr fliehen, denn das hätte zur Konsequenz dass ich mehr Lernstunden dem Thema Vergessen schenken sollte.
Generationen von Stille durchdringen mich und meine Räume. Einst gesprochene Sätze sind wie eingetrockneter Kaffeesatz. Die wortreiche Zeit mit all ihren Erlebnissen ist im Fluss der Zeit weggetragen worden. Die Sprechzeit hat der Denkzeit die Türklinke gereicht. Die Fühlzeit wohnt in allen Ecken, ist im Vordergrund angekommen. Als Reise-Denknomadin auf Zeit sehe ich mich und bereise alle Kontinente die in mir existent sind – auf mich warten. Schweigen ist die intensivste aller Sprachen. Wird von allen verstanden und spricht vieles aus was ansonsten zwischen den Worten mit ihrer Leere verschwindet.
Mein Gefühl durchwandert die Stille. Mein Herzenswunsch ist, dass am Tage ankommt, sich belebt was zu mir passt. Immer wieder sterben Wort-Traumbrüche und ich bin überrascht wie lebendig ich nach so einer Todesphase bin. Mein Herz hat seine Wurzeln in der Erde der Risikobereitschaft wachsen lassen. Ein Windhauch von Glück bläst um die Ecke, gibt dem Mut Rückenwind und trägt mich weiter. Die Neugier und die Sehnsucht sind im Wettstreit miteinander, spülen mich auf meinen Inseln an und tragen mich fort wie es zu mir passt.
Mein Koffer ist wieder gepackt, das Vertrauen hat Platz genommen: die Reise geht weiter. Entwickle mein Persönlichkieitsprofil intensiv weiter um mit Ihnen wiederum neue Etappen in der Persönlichkeitsentwicklung beschreiten zu können.

Wünsche Ihnen allen den Mut zu leben was sich aus der Stille bemerkbar macht.
Ihre Sylvia Voegele-Kopp